Chronischer Schmerz

Bei chronischen Schmerzen gilt es darauf zu achten, ob ein Organbefund vorliegt oder nicht. Liegt ein solcher Befund vor, so sollte die ganze Palette interdisziplinärer Schmerztherapie ausgeschöpft werden, um eine ausreichende Schmerzlinderung zu erzielen.

Chronische Schmerzen ohne ausreichenden Organbefund, die im Folgenden psychosomatische oder funktionelle Schmerzen benannt werden, können als Störung der inneren Ordnung
verstanden werden, bei der die zeitlichen Rhytmen vegetativer und zentralnervöser Funktionen durcheinander gekommen sind, bei der auch die Aufmerksamkeitsorientierung einer Person zu stark auf die Außenwelt gerichtet sein kann, während die Innenwelt vernachlässigt worden ist.

Bei solchen Organstörungen reagiert der Körper mit psychosomatischen Symptomen unter anderem mit Schmerzen. Psychosomatische Schmerzen sind als Protest bzw. als eine Klage des Körpers zu verstehen.

Eine Klage enthält immer auch eine Forderung, ein Bedürfnis oder einen Wunsch. Die einfache Frage: Was wäre gut?“ Und die Frage, die früher auch häufig vom Arzt gestellt wurde: „Was fehlt Ihnen?“ hilft, wenn wir sie allumfassend verstehen und beantworten.

Vielleicht kommt als intuitive Antwort auf die Frage, was fehlt mir: „Ruhe“ oder „Pause“ oder „eine neue Aufgabe“.

In der Schmerztherapie lernen Patienten lösungs- und ressourcenorientiert einen neuen Umgang mit den Symptomen.