Die Funktion des Schmerzes

Der Schmerz ist im Ursprung als ein Warnsignal zu verstehen. Er weist darauf hin, dass eine Schädigung vorliegt.

Wie Patienten mit dieser Warnung umgehen ist bereits sehr individuell.

Der Neurophysiologe Patrick Wall (1982) hat als einer der ersten Schmerzforscher auf die Funktion im Schmerz hingewiesen. Der Schmerz verlangt im akuten Stadium, dass seine Auslöser oder Ursachen vermieden werden.

An dieser Stelle geht der Schmerz oft „Hand in Hand“ mit Angst. Der betroffene Mensch sucht nach Schonung, Ruhe und Rücksichtnahme gegenüber dem Körper. Der Schmerz hat also eine Schutzfunktion, indem er von uns bestimmte Verhaltensweisen fordert und andere verbietet.
Der Schmerz scheint manchmal Ziele zu verfolgen und er scheint in der Lage zu sein Prioritäten zu setzen.

Bei traumatischen Verletzungen, wird zu Beginn oft kein Schmerz verspürt, was auch Stressanalgesie genannt wird. Der Fußballspieler der verletzt ist, spürt oft während des laufenden Spieles keinen Schmerz.

Bei Patienten mit chronischen Schmerzen zieht sich der Schmerz häufig zurück, wenn es einen akuten Schmerz gibt, danach stellt er sich wieder ein. So hat der Migränepatient während eines Bandscheibenvorfalls weniger Kopfschmerzen, die sich jedoch mittelfristig wieder einstellen können.